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Dienstag, 9. Juli 2013

Tagebuch einer Königin

"Ich hab Zeit"


Dieser Sager von Julia Schrenk - unserer Königin von Jurys Gnaden - ist aus dem Zusammenhang gerissen nicht wirklich spektakulär, allerdings in Verbindung mit der Frage eines Jurymitglieds, wie sie die künftigen Aufgaben zeitlich unter einen Hut bringen will, durchaus von Bedeutung. Denn eine der Entscheidungskriterien war auch, wie die künftige Rally Queen die kommenden Herausforderungen beruflich und zeitlich bewältigen wird können.

Wobei die Entscheidung für Julia denkbar knapp ausgefallen ist: bis zuletzt lagen vier Finalistinnen gleichauf in der Gunst der Jury. Paola Riverditi aus Italien, Polytimi Kyriakopoulou aus Griechenland, Silke Schober aus Deutschland und eben Julia Schrenk, die 24-jährige Lehramtsstudentin (Sport und Bewegung, Englisch, Psychologie und Philosophie) aus Berndorf bei Baden.

Paola Riverditi

Polytimi Kyriakopoulou

Silke Schober

Julia Schrenk


Letztendlich hat sich die Jury für Julia entschieden und schickt damit ein aufstrebendes Talent auf die Reise nach Dakar.
Christian Horwath, der Navigator und Teamleader, hat es in der Schlussbesprechung auf den Punkt gebracht: "Julia wird in ein paar Jahren eine fantastische Rallyfahrerin sein. Bis dahin ist aber noch viel zu tun."



Nun begintn die eigentliche Heldenreise für unsere Queen: Intensivtraining um Kondition und Kraft auf das erforderliche Level zu bringen, Naviagtionstraining in der Wüste von Marokko/Tunesien, Wüstentraining mit Tina Meier (Dakarlegende) und der Umgang mit ihrem "Wüstenschiff" - so hat sie die Yamaha 450 bei der ersten Begegnung getauft.

Julias "Wüstenschiff"


Diese erste Begegnung war im Übrigen für alle Finalistinnen ein Prüfstein: das Motorrad musste angekickt werden! Einige der Finalistinnen hatten dabei massive Probleme und brachten das Bike erst nach minutenlangen "auf-den-Kickstarter-springen" zum Laufen.
Das hat die Jury naturgemäß nicht davon überzeugt, dass man sich als Finalistin im Vorfeld des Events eingehend mit den Eigenheiten so eines Bikes auseinandergesetzt hat. Denn eines ist klar: der E-Starter ist super, solange Saft in der Batterie ist, oder sonst kein Defekt auftritt, der den elektrischen Helfer außer Gefecht setzt. Dann muss gekickt werden, was das Zeug hält, um nicht in der Wüste als Mahnmal zu enden.










Zaungast Rainer Autenrieth - der Erfinder und Organisator der berühmten Tuareg-Rally - feixte dazu: "Wo habt Ihr den Schalter angebracht?"

Mr. Tuareg - Rainer Autenrieth


Da können wir beruhigen: kein Schalter - es war die bloße Aufregung, die den Finalistinnen sogar die grundlegensten Kenntnisse über das Anstarten von Motorrädern aus dem Kopf gespült hatte ;-)
Die nächste Challenge im praktischen Finale war es dann, eine abgesteckte Runde auf der X-Bowl in Stegenwald zu fahren. Die reine Fahrzeit lag hier bei rund 20 Sekunden - ohne Ein- und Ausfahrt von der Strecke.
Die Finalistinnen hatten nun 30 Sekunden Zeit (ab dem Zeitpunkt, wo der Motor des Bikes die Ankicktortur überstanden hat und gelaufen ist), um das Wüstenschiff auf die Strecke zu bringen, die Runde zu fahren, von der Strecke zurück auf den Startplatz zu kommen und das Motorrad abzustellen.
Eine tatsächlich unlösbare Aufgabe...

Das war auch der Sinn dieser Prüfung: beim Africa Eco Race wird es immer wieder Situationen geben, die die Fahrer und Fahrerinnen schier zur Verzweiflung bringen. Augenscheinlich unlösbare Schwierigkeiten bringen die Abenteurer und Abenteuererinnen dabei in extrem angespannte Situationen.
Bei der Prüfung wurde genau so ein Stressmoment simuliert: einerseits durch die schier unlösbare Aufgabe - wo den Finalistinnen eingetrichtert wurde, dass auch nur eine Sekunde über dem Limit das Ausscheiden bedeutet - und andererseits durch den künstlich erzeugten Rummel drum herum: überall Kamerateams, nervende Reporter, etc...
Es galt herauszufinden, welche der Finalistinnen bereits jetzt Problemlösungspotential besitzt und wo man noch nacharbeiten muss.

Der letzte praktische Teil war dann die Aufgabe, das Wüstenschiff zu bergen, heisst: 5 mal hintereinander aufstellen, ablegen und wieder aufstellen.
Auch das unter Zeitdruck, mit unzähligen Kameras und nervtötenden Reportern unter der Nase.














Dabei ging es nicht nur darum, ob eine der Finalistinnen sichtbar bereits eine Ahnung vom Umgang mit einem 180 Kg schweren Rallybike hat - das zumindest 30 Mal pro Tag in den Dünen Afrikas versinken wird - sondern auch darum, wie die Finalsitinnen mit der angespannten Situation im allgemeinen umgehen.

Der gesamte praktische Teil war getragen von einem unglaublichem Zeitdruck, der künstlich erzeugt und hochgehalten wurde.
Die Jury hat auch ein bhesonderes Augenmerk darauf gelegt, wie sich die Finalistinnen - in diesem Fall ja Konkurrentinnen - zueinander verhalten, wenn zum Beispiel eine der Fahrerinnen das Bike abgewürgt hatte, oder stecken blieb, usw...
Nach anfänglichen "Startproblemen" haben dann doch alle Finalistinnen kapiert, dass es letztendlich auch bei einer Rally nicht um jeden Preis um das Gewinnen geht, vorallem dann nicht, wenn ein anderer Fahrer, eine andere Fahrerin in Not ist: dann MUSS geholfen werden.



Der Zeitdruck wurde dann auch bei der Rückfahrt in das Sporthotel Alpine hochgehalten, wo die Finalistinnen minimal Zeit bekamen, um sich für das Finalinterview vor der Jury umzuziehen.

Und da gin es dann ums Eingemachte: Chris Horwath, Tina Meier, Christine Grabner und Niki Grissmann haben die Finalistinnen einem wirklich strengem und hochprofessionellem Interview unterzogen.
Dieses Interview wurde wieder mit Kameras begleitet und auch live übertragen: die Anspannung der Finalistinnen während des gesamten Interviewvorganges war geradezu körperlich spürbar. Die Interviews warn zudem öffentlich und für jeden zugänglich.






Nach rund zwei Stunden war dann auch das Interview vorbei und das ganze Team samt den Finalistinnen rauschte ab ins Stadtzentrum von St. Johann, wo das alljährliche Stadtfest (20- 30.000 Besucher!) stattfand.
Auch das war letztendlich ein Teil des Finales: wie verhalten sich die Finalistinnen - die ja auch als Botschafterin für den Sport und die Philosophie des Teams auftreten sollen - in der Öffentlichkeit, wenn sie sich unbeobachtet fühlen?










Nach dieser Tagestortur hat sich die Jury bis in die Vormittagsstunden des nächsten Tages zusammengesetzt und die Auswertung und Bewertung vorgenommen.

Das Ergebnis ist bekannt: Julia Schrenk ist die Rally Queen!






Und die hat gleich einen Tag nach der Kür zur Queen von sich aus einen ersten und unglaublich beeindruckenden Schritt getan: sie hat gemeinsam mit Ihrem persönlichen Umfeld die Organisation eines Benefiz-Rennens initiert, wo der Erlös einer Schule, oder einem Waisenhaus zukommen wird!
Wahrlich königlich - wir sind schon jetzt stolz auf unsere Queen!

Zum Abschluss gab es dann noch von der Bürgergarde St. Johann eine berührende Verabschiedung des Elite Racing Teams auf den Weg nach Dakar durch die Abgabe einer Ehrensalve und eines Saluts.



Stay tuned - das Tagebuch der Queen wird regelmäßig aktualisiert.

Bewegte Bilder einer unglaublichen Reise!

 

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