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Dienstag, 7. Januar 2014

Ein Wüstenkrimi

Rally Queen Julia in den Dünen von Mauretanien


Tausende Menschen sitzen so wie wir vor dem Bildschirm ihres PC oder Notebooks und verfolgen, wie Julia Schrenk sich den Dünenfeldern in Mauretanien stellt. Jedes Mal, wenn die IRI-Track Anzeige vermeldet: "Julia Schrenk 123 - 0 km/h" bleibt das Herz einen kurzen Moment stehen und der Drang, ihr genau jetzt helfen zu wollen wird unmenschlich.


Gott sei Dank kommt das nicht sehr oft vor - eigentlich viel weniger oft, als bei anderen Teilnehmern. Und wenn wir das reflektieren, dann wird uns klar:

Stimmt schon, wir haben Julia richtiggehend lieben gelernt und wollen, dass es ihr gut geht - aber: sie ist eine Rennfahrerin durch und durch. Das vergessen wir oft dabei.


Manches Mal werden wir darauf angesprochen, ob die Geschichte der Rally Queen eine Folge der Geschichte über die beiden Schauspieler-Brüder Tobias Moretti und Gregor Bloeb ist.


Das müssen wir mit Ja und Nein beantworten: Ja, weil die Berichterstattung unserer Kollegen im Vorjahr etwas in Bewegung gesetzt hat und nein, weil wir nicht nach einer weiteren berührenden Geschichte fern der Realität Ausschau gehalten haben, sondern nach etwas greifbarem, etwas echtem und mitten aus dem Leben genommenen.

Die Rally Queen ist mehr als nur ein internationales Casting, in dem sich die besten Fahrerinnen einer Jury stellen mussten - sie ist eine Philosohpie, ein Statement und eine Botschaft für die Zukunft:
Alles ist möglich!

Julia Schrenk verkörpert den Geist der Rally Queen geradezu gespenstisch perfekt:
Sie ist eine Spitzensportlerin (Ski, Judo und Reiten), die mit beiden Beinen im Leben und am Boden steht, besitzt eine ausgeprägte soziale Intelligenz und kümmert sich aktiv um die Unterstützung von Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns (ohne dabei großartig Wirbel zu machen - sie tut es einfach), wird in wenigen Jahren unsere Kinder unterrichten und ist shon jetzt ein Vorbild für unsere Jugend ohne dabei abzuheben, oder Allüren bekommen zu haben.


Aber sie ist auch eine ehrgeizige Sportlerin, die sich selbst immer wieder neu fordert und ihre Grenzen erweitert.
Das, was Julia in diesem Augenblick, wo ich diesen Artikel schreibe erlebt und bewältigt, geht über das normale Maß von Verständnis hinaus:
Jetzt gerade kämpft sie sich durch unglaublich hohe Dünen, fährt dabei schneller als so mancher Ihrer Mitstreiter (darunter auch Dakar-Haudegen, die solche Rallys schon oft sehr erfolgreich gefahren sind) und navigiert völlig selbstständig und alleine - und das auch noch richtig, währendessen einige Fahrer so ihre Probleme mit dem Navigieren haben. Dann steht sie wieder für einen Augenblick und wir vergessen kollektiv zu atmen!
Wenn Sie dann wieder weiterfährt ist es wie ein dumpfes Rauschen, dass durch die Redaktion strömt, als alle wieder anfangen, normal zu atmen und sich der Puls wieder beruhigt.


Und hier liegt auch der große Unterschied zu der sicherlich netten Geschichte der beiden Brüder vom letzten Jahr:

Julia Schrenk ist eine Rennfahrerin, die für das was sie gerade tut - nämlich sich selbst einen Lebenstraum zu erfüllen - alles gibt und alles einsetzt.
Alleine das Trainingspensum, das sie in den letzten Monaten absolviert hat, um eine der gestellten Auflagen für die Teilnahme am Africa Eco Race zu erfüllen, lässt viele Sportler vor Neid erblassen.
Die zarte junge Frau mit dem blonden Haar liftet bei einem Körpergewicht von nur 54 kg unglaubliche 110 kg in Sätzen a 10 Wiederholungen und das einen ganzen Tag lang wenn es sein muss. Dabei kommt sie nicht einmal mehr außer Puste...


Dann noch ihr unbändiger Wille, es nach Dakar zu schaffen! Nicht, weil sie damit die erste und einzige Österreicherin wäre die das geschafft hat, sondern um es sich selbst zu beweisen, dass es möglich ist.

Und ganz selbstverständlich hat sie alle in ihrem Umkreis verzaubert und in den Bann gezogen.
Eine der wirklich großen Taten bei diesem Rennen war, dass sie ihr eigenes großes Ziel - für das sie ihr ganzes Leben umgeordnet hat - hinten angestellt hat, als einer der anderen Teilnehmer Hilfe brauchte: sie hat ihren einzigen Ersatzmotor zur Verfügung gestellt - und ihren Mechaniker dazu.
Sollte bei Julias Maschine nun ein Defekt auftreten, der nicht durch eine "normale" (was ist unter diesen Bedingungen schon normal?) Reparatur behoben werden kann, sondern den Austausch des Motors verlangen würde, dann ist das Rennen für Julia gelaufen.
Das weiß sie und hat trotzdem geholfen.


Dem nicht genug, hat sie für die Rally noch etwas Außergewöhnliches organisiert:
Beim Kennenlernen der Länder, durch die diese Marthonrally führt hat Julia darauf aufmerksam gemacht, dass es sehr arme Länder sind, in denen Kinder oft keine Chance auf Bildung haben. Gemeinsam mit der Teamleitung und unseren Sponsoren hat Julia es dann arrangiert, dass einer Schule in der Nähe von Nouakchott eine Solarenergieanlage geschenkt, eingerichtet und übergeben wird.
Dazu wird sie am 09.01.2014 nach dem Renntag noch einen "Abstecher" zu dieser Schule machen und "ihre" Schüler damit überraschen.

Ein Blick eben in das IRI-Track System zeigt mir, dass Julia gerade mit einem Dünenkamm unweit des Checkpoint 3 der Etappe nach Akjout kämpft und ich wünsche ihr vom Herzen - so, wie einige tausend andere auch, die jetzt gerade vor dem Bildschirm sitzen, dass sie nicht nur diesen einen Dünenkamm bezwingt, sondern sich ihren Traum erfüllen kann und wird.


Alles Gute Julia!

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Bewegte Bilder einer unglaublichen Reise!

 

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